Abweichung vom eingebetteten Profil

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  • gelöschter User
    Robot
    • 17.09.2006
    • 39439

    #16
    Hallo Muecke,

    Dokumentprofiel transportiert durch Farbmanagement-Workflow notwendige Information,
    damit ein Bild so farbrichtig wie möglich dargestellt werden kann.
    Also ein Konvertieren nur in Ausnahmefällen nötig.
    Habe noch nie gemacht.
    Du sollst an den Urheber wenden und nach richtigem Profil für deine Vorlage fragen.

    Farbmanagement ist für Druckvorstufenprofis, Grafiker und Profifotografen gedacht.
    Profil im Farbmanagement auswählen und einstellen ist noch nicht alles, Profil soll in Photoshop zugewiesen werden.

    Im Feld Farbmanagement-Richtlinien befinden sich drei Checkboxen.
    Sind sie aktiv, erscheint eine Meldung wie „Abweichung vom eingebetteten Profil“, sobald die Bilder ohne Profil oder mit vom Arbeitsfarbraum abweichenden Profilen öffnen.
    Wenn man die Checkboxen abschaltet, kommt diese Meldung nicht mehr vor.
    Wenn Profil bei CMYK Datei abweicht, sollte man lieber nichts ändern.
    Wenn man solche Datei in den anderen Farbraum konvertiert, gehen nicht nur die ursprüngliche Farbwerte,
    sondern auch die Informationen über den Farbaufbau verloren.
    Die CMYK Farbräume sind recht klein und bei Umrechnung wird also eine geringere Genauigkeit erreicht.

    Man kann aber bestehendes Profil entfernen und ein neues zuweisen.
    Im Befehl Bearbeiten -> Profil zuweisen.
    Mit Befehl Farbeinstellungen (Farbmanagement) im Feld Farbmanagement-Richtlinien in der Maske CMYK aus wählen.

    https://www.photoshop-cafe.de/bildupload/pics/sonst/thumb/1385046152_1.jpg

    https://www.photoshop-cafe.de/bildupload/pics/sonst/thumb/1385044871_2.jpg

    https://www.photoshop-cafe.de/bildupload/pics/sonst/1385044904_3.jpg

    https://www.photoshop-cafe.de/bildupload/pics/sonst/thumb/1385044955_4.jpg




    Grüß
    Zeus
    Zuletzt geändert von gelöschter User; 21.11.2013, 15:02.

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    • virra
      PSC-süchtig
      • 02.12.2009
      • 3536

      #17
      Das Thema Farbmanagement zu verstehen ist für einen Anfänger nicht leicht.

      Das Ganze funktioniert ungefähr so: Du hast einen kalibrierten Monitor (ja, das macht man selber, allerdings braucht man dafür, wenns ordentlich sein soll, ein entsprechendes Gerät). Das bedeutet, der Monitor nutzt zur Darstellung ein für ihn speziell erstelltes Profil, welches seine Hardwarefehler an die Ausgabe anpasst, so dass er in der Lage ist die normierten Farbprofile auch normiert wiederzugeben. Dieses Monitorprofil ist im System so eingestellt, dass der Monitor grundsätzlich in allen Programmen damit arbeitet.

      Jetzt kommen die Einstellungen für die Programme:
      Im PS hast du einen Arbeitsfarbraum, das ist der Darbraum, der normalerweise zur Ausgabe genutzt werden soll. Also z.B. sRGB und Fogra 39. Wenn du jetzt nix weiter macht und ein RGB in cmyk konvertierst (Modus) wird das Programm eben diesen Arbeitsfarbraum nehmen. Willst du was anderes, musst du ihm das sagen (in Profil konvertieren, da kann man dann Profile Aussuchen).

      Ebenso ist es beim Öffnen. Das Programm erwartet den Arbeitsfarrbraum. Hast du es so eingestellt, dass es eingebettete Profile abfragt und bei Abweichungen meckert, kommt eine Checkbox. Hast du nun z.B. ein Bild mit eingebettetem Adobe RGB, kannst du wählen, ob du dieses Bild in seinem Farbraum bearbeiten willst, oder ob du es in deinen Arbeitsfarbraum konvertieren willst. Hat ein Bild kein Profil, kannst du nur raten und ein Profil zuweisen.

      beim Konvertieren wird versucht, die Optik des Bildes beizubehalten. Beim Zuweisen wird einfach ein anderes Profil zu Darstellung genommen, ohne dass die Datei verändert wird. Um den Effekt zu SEHEN, mach mal Folgendes: Nimm ein sRGB und weise Adobe RGB zu. Und anders herum. Du kannst auch mal mit einem der exotischeren Profile spielen. Dann siehst du sofort, was passiert. KORREKT wird das Bild nur in seinem jeweiligen Farbraum wiedergegeben. Der Farbraum bestimmt, welche Farben angezeigt werden können und wie sich diese darstellen. Bei RGB sollte der Farbraum zum Ausgabemedium passen. Und für schnullibulli-Monitore ist da sRGB am besten und deswegen auch fürs Web der Farbraum der Wahl.

      Bei cmyk muss das integrierte Profil zum Druckprozess und vor allem der verwendeten Farbe passen. So ist ein grundsätzlicher Unterschied zw US-amerikanischen Farben (SWOP) und Euroskala vorhanden. Innerhalb dieser Farbsysteme gibt es dann jeweils verschiedene Profile, die für den speziellen Druckvorgang und das verwendetet Papier optimiert sind. In den cmyk-Profilen wird z.B. auch der maximale Farbauftrag festgelegt, was sehr wichtig ist, denn das Zeug muss ja auch trocknen und soll nicht verschmieren. Druckst du ein Dokument mit falschem Profil, kann es durchaus sein, dass diverse Farben zu satt oder zu dünn kommen oder sich die Darstellung ins gelbe verschiebt oder sonstwas.

      Bereiche, die vom Profil nicht erfasst werden, müssen ggfs aufgearbeitet werden, um die Darstellung vernünftig zu halten. Sehr wichtig bei knalligen und sehr reinen Farben, die von RGB nach cmyk konvertiert werden müssen, denn der cmyk-Farbraum ist deutlich kleiner als der RGB. Beispiel: Suche dir mal ein Motiv mit einer knallroten Sache. Beim Konvertieren nach cmyk siehst du, wie dir an diversen Stellen die Zeichnung wegbricht, weil der Farbraum das nicht darstellen kann.
      https://virra.deviantart.com/gallery/

      Kommentar

      • gelöschter User
        Robot
        • 17.09.2006
        • 39439

        #18
        Hallo,
        Wenn man Bilder bearbeitet, die ausschließlich für Wiedergabe am Bildschirm und Webdesign gedacht sind,
        braucht man sich um Farbmanagement und um den Arbeitsfarbraum keine Sorgen zu machen.
        Man kommt mit sRGB als Arbeitsfarbraum gut zurecht.
        Für Webdesign passt am beten W3C (World Web Consortium), wird für die Darstellung von Inhalten im Internet verwendet.
        sRGB unterstützt den meisten Monitorprofile und fast alle Digitalkameras liefern Bilder mit diesem Farbraum,
        auch AdobeRGB Farbraum wird von Photoshop automatisch in sRGB konvertiert.
        AdobeRGB Farbraum wird nur von höherwertigen Monitoren unterstützt.
        Zwar das menschliche Auge ohnehin außerstande ist, selbst diese Menge an Farb- und Tonwertdaten AdobeRGB wahrzunehmen, besonders, wenn Farbtiefe bei 16 Bit liegt.
        Wozu dann alles?
        sRGB Profile für RGB-Arbeitsraum sehr interessant, wenn die Bilder für Drucker vorbereitet werden und sollen vorher in den CMYK-Farbraum konvertiert werden.
        Dann ist am besten größere Arbeitsfarbräume wie AdobeRGB, Color Match-RGB und ECI-RGB zu verwenden.
        Man soll aber ein Gewühl haben mit RGB-Farbräumen richtig umzugehen und mit Augen sehen was eine Trennung der Datenprofile von Bildschirmprofil leistet.
        Also, RGB-Farbraum soll so groß wie möglich gewählt werden, dass die Farbräume des Druckers hineinpassen.
        RGB-Farbraum soll ein bisschen größer sein als Arbeitsraum.
        Ich benutze in Photoshop iMAC einen Plug-In Print Studio Pro für meinen Pixma Pro-1.
        Mit Management Tool Pro kann ich eigene ICC-Profile für Drucker erstellen.
        Pixma hat auch eigene Farbprofile installiert, die ich in Photoshop auswählen kann.

        Aber funktionieren diese Profile nur unter Photoshop, und wenn ich mit Easy-Photo Print Pro von Canon arbeite, werden Bilder automatisch an Drucker Profil angepasst.
        Habe noch keine Unterschiede festgestellt, alles gleich, ob ich mit Photoshop oder Easy-Photo Print Pro drucke.

        Hier kann man ein Profil für Drucker erstellen.
        Ein ICC-Profil kalibriert Ihren Drucker! ✅ Sparen Sie sich Fehldrucke ✅ staunen Sie was in Ihrem Drucker steckt. ✅ Drucker Kalibrieren


        Möchte noch paar Worte wegen Konvertierung schreiben.
        Wie ich schon erwähnt habe, ich werde CMYK-Profile nie konvertieren und das ist richtig so.
        Mit RGB-Profile ist bisschen anders.
        Manchmal ist Konvertierung ein RGB-Farbprofiel sinnvoll und nötig.
        Also, Profile allein bewirken noch nichts, erst Photoshop kann die in den Profildatei enthaltenen Information verwenden und umrechnen.
        Unter Konvertierungsoptionen werden Einstellungen vorgenommen, die für diese Berechnung maßgebend sind.
        Mit Modul wird gewählt welche Rechenmaschine intern benutzt wird, um die Informationen aus den Profilen auszulesen und umzusetzen.
        Manchmal können dabei unterschiedliche Ergebnisse erzielt werden, jeder soll für sich selbst entscheiden…
        Man soll im Workflow gleiche CMM benutzen, also von Adobe ACE und von Mac Farbmanagement (ICM) lieber separat verwenden.

        https://www.photoshop-cafe.de/bildupload/pics/sonst/thumb/1385208913_23.jpg

        Grüß
        Zeus
        Zuletzt geändert von gelöschter User; 23.11.2013, 12:15.

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        • virra
          PSC-süchtig
          • 02.12.2009
          • 3536

          #19
          Kommt hier nochmal 'ne Reaktion, oder was? Das ist nicht gerade höflich, nach so intensiven Ratschlägen einfach nix mehr von sich hören zu lassen!
          https://virra.deviantart.com/gallery/

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          • Muecke.1982
            schmeißt mit Beiträgen
            • 24.01.2010
            • 121

            #20
            Hey,

            sorry das ich mich so spät erst zurück melde. ich habe leider nicht immer die zeit mich um mein Hobby so intensiv zu kümmern wie ich es gerne würde. bin aber von eure Beiträge überwältigt und finde das echt genial das ihr mir so zur Seite steht und helft.

            Das mit den unterschiedlichen Farben habe ich glaube ich verstanden.
            ich kann immer für das Bild das die Beste Farbpalette aussuchen, nachdenkendem ob es für den Monitor oder den Drucker gedacht ist.

            wenn ich was für den Drucker mir vornehme dann muss ich wissen welches Profil verlangt wird denn dort sind dann die Farben & die Druckerhandware wie auch das Papier berücksichtigt.

            was ich überhaupt nicht verstehe ist: bei den Farbeinstellungen kann ich doch ein RGB & ein CMYK einstellen, das ist einmal der Monitor und einmal der Drucker? oder habe ich das jetzt Falsch verstanden?

            Das Thema Farbmanagement ist wirklich sehr verwirrend.



            @Vira: was ist das denn für ein Gerät um den Monitor zu Kalibrieren?


            EDIT: das mit dem "Bildupload" unter den Gesichtern habe ich erst sehr spät gesehen, habe alles abgeändert PDF`s raus genommen und die Bilder dafür eingestellt ;-). sorry das habe ich Anfang nicht gefunden.
            Zuletzt geändert von Muecke.1982; 02.12.2013, 11:54.

            Kommentar

            • virra
              PSC-süchtig
              • 02.12.2009
              • 3536

              #21
              Zum Monitor kalibrieren braucht man ein Messgerät, welches mit einer Software zusammenarbeitet. Bezahlbar und gut ist wohl der Spyder:


              Wenn du es hobbymäßig machst, musst du überlegen, ob der Express reicht, oder ob du dir den Pro leistest. Der Pro genügt auch gehobenen professionellen Ansprüchen, der Express wäre vor ein paar Jahren auch noch ein Pro gewesen.
              ich selber kenne das Gerät nicht, da ich mit Quato kalibriere.
              https://virra.deviantart.com/gallery/

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              • Muecke.1982
                schmeißt mit Beiträgen
                • 24.01.2010
                • 121

                #22
                Cool danke, das hört sich gut an. und mit so einen teil kann ich dann die Farben einstellen ? am Monitor.

                also das Rot wirklich Rot ist und nicht Dunkelrot?

                da ist also eine Art Kammer drin die schaut was der Monitor ausgibt und sagt mir das was ich Korrigieren muss. so in die Richtung?

                Kommentar

                • virra
                  PSC-süchtig
                  • 02.12.2009
                  • 3536

                  #23
                  Also mein Gerät funktioniert so (ich denke, das wird beim Spyder auch nicht anders sein):
                  Du hängst das Messgerät mit der Messzelle auf den Monitor. Die Software erzeugt ein Farbfeld, welches ausgemessen wird. Das Feld durchläuft zig Farben und Töne, daraus erstellt die Software ein vernünftiges, genau auf deinen Monitor zugeschnittenes Profil, welches du im Farbmanagement korrekt einbinden musst. Ab da wird dein Monitor immer so korrigiert, dass er Standard auch als Standard anzeigt. Wie gut dann das Endergebnis ist, steht und fällt mit der Qualität des Monitors stärker als mit der des Messgerätes.

                  Allerdings ist das jetzt sehr vereinfacht dargestellt, denn man kann Monitore für verschiedene Zwecke kalibrieren und deswegen bleibt eine Einarbeitung in die Materie einem nicht erspart, sonst misst du sonstwas aus und hast für viel Geld immernoch kein gescheites Ergebnis.

                  Mein Messgerät ist da fast idiotensicher, der Spyder ist wohl ein wenig umfangreicher, hört man.
                  https://virra.deviantart.com/gallery/

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