Hi Jürgen,
ich glaube ich weiss woran es liegt. Du öffnest eine JPG-Datei aus der Kamera, die mit irgendeinem Komprimierungsfaktor JPG-codiert ist.
Jetzt machst Du einen Ausschnitt und speicherst den mit dem minimalsten Komprimierungsfaktor, den Dir PS bietet. Da kommt aber immer eine große Datei raus. Die Kamera hat aber die Originaldaten schon erheblich stärker komprimiert. Besser wird das Bild durch den PS-Faktor aber nicht, man kann nicht das wieder herbeizaubern, was vorher abgeschnitten wurde.
Lösung: Nimm einen anderen Faktor und probiere aus (100%-Ansicht, die erzeugte Datei nochmals aufrufen) bis zu welchem Faktor Du ohne merkliche Qualitätsverluste gehen kannst.
Für die meisten Anwendungen reicht m. E. nach ein Faktor von 8 locker aus.
Das ist der falsche Ansatz, wenn Du mit einem Proggie wie PS eine kleine Datei haben willst, PS aber eigentlich ein möglichst hochwertiges Bild liefern will. Man kann aber PS auch so nutzen, eine kleine Datei zu bekommen.
Auch ist ein verlustbehaftetes, komprimierendes Verfahren wie JPG sowieso schon von der Kamera her die falsche Alternative, wenn man KEINEN Verlust haben will. Dann müssen andere Verfahren her, z. B. TIFF oder RAW, nur werden dann die Dateien erheblich größer.
Schon die Kamera hackt einen Teil der Daten bei der JPG-Komprimierung unwiederbringlich ab. JPG ist immer ein verlustbehaftetes Komprimierungsverfahren. Da werden ähnliche Bildareale gleich eingefärbt und weniger wichtige Helligkeitsunterschiede glattgebügelt, um Speicherplatz zu sparen. Das Verlustniveau läßt sich einstellen, je kleiner die Datei, je größer der Verlust.
Gruß
Harry
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